Koreanischer Rundkornreis

Kimbap – koreanische Reisrollen

Kimbap – koreanische Reisrollen

Kimbap, auch Gimbap geschrieben, sind koreanische Reisrollen und gehören in Korea zu den beliebtesten Gerichten für unterwegs. Ob Schulausflug, Picknick, Autofahrt oder schnelles Mittagessen: Kimbap lassen sich gut vorbereiten, einfach mitnehmen und kalt genießen.

Auf den ersten Blick erinnern sie an Sushi, geschmacklich unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Während Sushi-Reis traditionell mit Reisessig gewürzt wird, bekommt der Reis für Kimbap seinen herzhaften Geschmack durch Salz und Sesamöl. Für meine klassische Variante verwende ich Bulgogi-Rindfleisch, Spinat, Möhre, Ei und eingelegten Rettich. Dazu esse ich besonders gerne unsere Gochujang Sauce als Dip.

Zutaten für etwa 4–6 Rollen

  • 300 g koreanischer Rundkornreis
  • 400 g Rindfleisch
  • 1 Möhre
  • 300 g frischer Spinat
  • 1 Packung eingelegter Rettich, möglichst in langen Streifen
  • 3 Eier
  • 4–6 Algenblätter für Kimbap
  • Arang Bulgogi Sauce
  • Arang Gochujang Sauce zum Dippen
  • Sesamöl
  • Sesamkörner
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas neutrales Öl zum Braten

Zubereitung

Rundkornreis kochen

  • Den Reis zwei- bis dreimal gründlich unter kaltem Wasser waschen. Anschließend nach Packungsanleitung garen. Für Kimbap darf etwas mehr Wasser als üblich verwendet werden, damit der Reis weich und leicht klebrig wird. Er sollte jedoch nicht matschig sein.
  • Den fertigen Reis kurz ausdampfen lassen. Anschließend mit 1 TL Salz und 1–1½ EL Sesamöl würzen und vorsichtig vermengen. Den Reis so weit abkühlen lassen, dass er sich später gut mit den Händen auf dem Algenblatt verteilen lässt.

Rindfleisch vorbereiten

  • Das Rindfleisch in dünne Streifen schneiden und mit 2-3 EL Bulgogi Sauce vermengen, sodass das Fleisch gleichmäßig von der Marinade umhüllt ist. Anschließend beiseite stellen und etwas ziehen lassen.
  • Das marinierte Fleisch erst braten, wenn alle übrigen Zutaten vorbereitet sind. Dafür etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch vollständig durchbraten. Danach kurz abkühlen lassen.

Spinat zubereiten

  • In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und etwas Salz hinzufügen. Den Spinat für etwa 30-60 Sekunden im kochenden Wasser blanchieren.
  • Anschließend sofort in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Den Spinat mit den Händen sehr gründlich ausdrücken, damit möglichst wenig Flüssigkeit zurückbleibt.
  • Danach den Spinat mit den Fingern etwas auseinanderzupfen und mit Salz, Pfeffer und ein wenig Sesamöl würzen.

Möhre anbraten

  • Die Möhre schälen und in lange, feine Streifen schneiden.
  • Etwas neutrales Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenstreifen kurz anbraten, bis sie etwas weicher sind, aber noch Biss haben. Mit etwas Salz und wenigen Tropfen Sesamöl würzen. Anschließend aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Eier zubereiten

  • Die Eier in einer Schüssel verquirlen und leicht salzen.
  • Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Eier möglichst flach ausbacken. Kurz abkühlen lassen und anschließend in lange Streifen schneiden.

Rettich vorbereiten

  • Den eingelegten Rettich bei Bedarf in lange, schmale Streifen schneiden. Fertig zugeschnittene Rettichstreifen können direkt verwendet werden.

Kimbap rollen

  • Kimbap zu rollen erfordert am Anfang etwas Übung. Nicht verzweifeln: Nach ein paar Rollen bekommt man schnell ein Gefühl dafür.
  • Ein Algenblatt mit der rauen Seite nach oben auf eine Bambusmatte oder auf die Arbeitsfläche legen.
  • Den Reis dünn und möglichst gleichmäßig auf dem Algenblatt verteilen. Das funktioniert mit einem Reislöffel oder mit den Händen besonders gut. Folienhandschuhe sind dabei sehr praktisch. Am oberen Rand etwa drei Zentimeter frei lassen, damit sich die Rolle später verschließen lässt.
  • Bulgogi, Spinat, Möhren, Ei und eingelegten Rettich im unteren Drittel des Algenblatts längs nebeneinanderlegen beziehungsweise leicht übereinanderschichten. Die Rolle nicht zu großzügig füllen, da sie sich sonst schwer schließen lässt.
  • Das Algenblatt mithilfe der Bambusmatte oder mit beiden Händen vorsichtig aufrollen. Dabei gleichmäßig drücken, damit die Füllung fest in der Rolle sitzt. Nicht zu stark drücken, da das Algenblatt sonst reißen kann.
  • Den freien Rand des Algenblatts mit etwas Wasser befeuchten und die Rolle vollständig verschließen.
  • Die fertige Kimbap-Rolle rundherum mit etwas Sesamöl bestreichen. Das funktioniert besonders einfach mit einem Backpinsel. Anschließend mit Sesamkörnern bestreuen.

Kimbap schneiden

  • Zum Schneiden ein großes, scharfes Messer verwenden und die Rollen in gleichmäßig dicke Stücke schneiden.
  • Sobald Reisreste oder andere Zutaten am Messer kleben bleiben, die Klinge mit einem feuchten Küchentuch abwischen. So lassen sich die nächsten Stücke wieder sauber schneiden.

Die Kimbap auf einem Teller anrichten und genießen. Sie schmecken auch ohne Dip sehr gut. Mein persönlicher Tipp: Probiert sie mit unserer süßlich-scharfen Gochujang Sauce – diese Kombination ist unfassbar lecker.