Die koreanische Küche lebt von intensiven Aromen, Tiefe und einer besonderen Balance aus Schärfe, Umami und leichter Süße. Viele Gerichte wirken auf den ersten Blick komplex, basieren aber oft auf wenigen Grundzutaten, die in Korea seit Generationen verwendet werden. Wer koreanisch kochen möchte, begegnet diesen Zutaten immer wieder – ob in Suppen, Eintöpfen, Marinaden oder klassischen Alltagsgerichten.
Hier sind fünf Zutaten, die die koreanische Küche besonders prägen:
- Gochugaru (고추가루) – Koreanisches Chilipulver
Gochugaru sind grobe koreanische Chiliflocken und aus der koreanischen Küche kaum wegzudenken. Sie sorgen nicht nur für Schärfe, sondern bringen gleichzeitig eine fruchtige und leicht rauchige Note mit. Verwendet wird Gochugaru unter anderem für Kimchi, Suppen, Marinaden oder Gerichte wie Tteokbokki.
Im Vergleich zu vielen anderen Chilisorten ist die Schärfe meist angenehm mild bis moderat. Dadurch lässt sich Gochugaru vielseitig einsetzen, ohne Gerichte sofort zu überdecken.
- Gochujang (고추장) – Fermentierte Chilispaste
Gochujang ist eine fermentierte koreanische Chilipaste aus Chili, fermentierten Sojabohnen und Klebreis. Sie verbindet Schärfe, Süße und Umami auf eine Weise, die typisch für viele koreanische Gerichte ist. Durch die Fermentation entsteht ein tiefer, komplexer Geschmack, der sich deutlich von einfachen scharfen Saucen unterscheidet. Gochujang wird unter anderem für Bibimbap, Eintöpfe, Marinaden oder koreanische Saucen verwendet. Auch unsere Gochujang Sauce basiert auf echtem Gochujang und enthält über 30 % der fermentierten Chilipaste.
- Sojasauce – Jin Ganjang (진간장)
Sojasauce gehört zu den wichtigsten Grundlagen der koreanischen Küche. Besonders häufig verwendet wird dabei Jin Ganjang, eine koreanische Sojasauce mit kräftigem, vollmundigem Geschmack. Sie dient als Basis für viele Marinaden, Suppen und Saucen und sorgt für die typische herzhafte Tiefe vieler koreanischer Gerichte. Im Vergleich zu japanischer Sojasauce schmeckt koreanische Jin Ganjang oft etwas kräftiger und würziger. Auch in unserer Bulgogi Sauce verwenden wir koreanische Jin Ganjang als wichtige Basiszutat.
- Doenjang (된장) – Fermentierte Sojabohnenpaste
Doenjang ist eine fermentierte Sojabohnenpaste und zählt zu den ältesten Grundzutaten der koreanischen Küche. Viele vergleichen Doenjang mit japanischer Miso-Paste. Tatsächlich gibt es Gemeinsamkeiten, da beide aus fermentierten Sojabohnen hergestellt werden. Doenjang schmeckt jedoch meist kräftiger, herzhafter und erdiger als Miso.
Besonders bekannt ist die Paste durch den klassischen koreanischen Eintopf Doenjang Jjigae, in dem sie für die typische Tiefe und den intensiven Umami-Geschmack sorgt. Durch die lange Fermentation entwickelt Doenjang eine warme, rustikale Aromatik, die viele koreanische Gerichte besonders herzhaft wirken lässt.
- Sesamöl (참기름)
Geröstetes Sesamöl wird in der koreanischen Küche meist nicht zum Braten verwendet, sondern erst ganz am Ende hinzugefügt. Schon wenige Tropfen reichen aus, um Gerichten wie Bibimbap, Salaten oder Marinaden ein warmes, nussiges Aroma zu geben. Gerade deshalb wird Sesamöl in Korea eher wie ein Würzöl verwendet, nicht wie klassisches Olivenöl. Zu viel Sesamöl kann schnell dominant werden und andere Aromen überdecken. Die Kunst besteht oft darin, Sesamöl so einzusetzen, dass man es wahrnimmt, ohne dass das gesamte Gericht nur noch danach schmeckt.
Koreanisch kochen beginnt mit den richtigen Grundlagen
Viele koreanische Gerichte wirken zunächst aufwendig. Tatsächlich entstehen die typischen Aromen aber oft durch wenige Grundzutaten, die immer wieder kombiniert werden.
Wer Gochugaru, Gochujang, koreanische Sojasauce und Sesamöl zu Hause hat, kann bereits viele klassische koreanische Gerichte zubereiten und bekommt ein deutlich besseres Gefühl dafür, warum koreanisches Essen so besonders schmeckt.
Wenn du koreanisch kochen ausprobieren möchtest, aber nicht direkt viele einzelne Zutaten kaufen willst, eignet sich unser Korea Essentials Set ideal für den Einstieg. Damit kannst du viele typische Geschmacksrichtungen der koreanischen Küche ganz unkompliziert zu Hause ausprobieren.



